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Gesundheit auf ReisenEine Reise in die Ferne ist der ideale und meist lang ersehnte Ausgleich zum Alltag eines anstrengenden Arbeitsjahres. Um so größer ist die Enttäuschung, wenn aus dem Urlaubsparadies eine Krankenstation wird. Die richtige Vorsorge und eine gut sortierte Reiseapotheke können böse Überraschungen verhindern. 1. ImpfungenEinige Länder fordern in ihren Einreisebestimmungen einen besonderen Impfnachweis, insbesondere für Einreisende aus Risikogebieten für Gelbfieber. Für Deutsche gibt es von Seiten der Reiseländer nur selten besonderen Bestimmungen. Reisenden wird jedoch empfohlen, die Standardimpfungen entsprechend des deutschen Impfkalenders vornehmen oder gegebenenfalls erneuern zu lassen. Dazu gehören u.a. Hepatitis A und B, Tetanus und Diphterie. Wer in tropische Länder reist, sollte sich über besondere Ansteckungsrisiken informieren und auch wenn es nicht explizit gefordert wird, vorher impfen lassen bzw. mit entsprechenden Medikamenten wie z.B. Malariatabletten versorgen. Auch die neu entwickelte Cholera-Schluckimpfung kann für einige Reiseländer sinnvoll sein.
Andere Länder haben andere Sitten und Liebe geht bekanntlich durch den Magen. So liegt es nahe, daß Reisende ihre Entdeckerfreude auch mit dem Gaumen feiern. Damit die kulinarische Neugier nicht mit Magenverstimmung oder Diarrhoe bestraft wird, ist dennoch Vorsicht geboten. Hier ein paar Tipps. Alles in Maßen : Was für einen gesunden Lebensstil gilt, hat auf Reisen eine noch größere Bedeutung. Zeitumstellung, Klimawechsel und anstrengende Flugreisen setzen den Körper einer erhöhten Belastung aus. Übermäßiges Essen und viel Alkohol bedeuten zusätzlichen Streß, der häufig mit einer Abwehrreaktion beantwortet wird. Ruhepausen : Im Schlaf- oder Entspannungszustand erneuern sich die Abwehrkräfte des Körpers. Entsprechend des Tages- und Nachtrhythmus im Reiseland sollten Sie Ihrem Körper Zeit geben, in Ruhe anzukommen. Wer nach der Landung gleich die erste Nacht durchmacht, setzt sich auch einem erhöhten Erkrankungsrisiko aus. Hygienisches Essen: Nur in Flaschen abgefülltes oder heiß gekochtes Wasser trinken, Obst und Gemüse vor dem Essen schälen, und Fisch und Fleisch niemals im rohen Zustand verzehren - das sind die Grundregeln der kulinarischen Reisehygiene. Vermeiden Sie auch wieder aufgewärmtes Essen, und verzichten Sie in Risikogebieten auf Eiswürfel aus normalem Leitungswasser. Das Händewaschen nach dem Toilettenbesuch und vor dem Essen sollte ohnehin niemals vergessen werden. Salz und Zucker: Falls es doch zum Reisedurchfall kommt, kann er in den meisten Fällen nach einigen Stunden überwunden werden, vorausgesetzt, man bringt den Stoffwechsel schnell wieder ins Gleichgewicht. Um den massiven Verlust von Wasser und Elektrolyten auszugleichen, hilft viel Trinken und eine erhöhte Salz- und Zuckerzufuhr. Bei vielen genügt die bewährte Mischung aus Salzgebäck und Cola. Auch eine Mineralwasserkur mit zusätzlichem Salz- und Zuckerkonsum bringt Erfolg. Choleraschluckimpfung: Besonders für tropische Reiseländer wird die neue Schluckimpfung empfohlen. Sie beugt nicht nur gegen eine Ansteckung mit dem Cholera-Bakterium vor, sondern verhindert das Risiko einer Erkrankung an gewöhnlicher Reisediarrhoe bis zu 60 Prozent.
Vorsicht im Auto Die häufigsten Opfer der fahrbedingten Übelkeit sind Kinder. Vermeiden Sie optische Überreizungen und ein chronisch überhöhtes Tempo. Regelmäßige Pausen für die körperliche Bewegung und Frischluftaufnahme erhöhen zwar die Reisezeit aber auch das Wohlbefinden der Fahrgäste. Jetlag bewußt überwinden. Kopfschmerzen und Übelkeit sind eine fast unvermeidbare Begleiterscheinung von Langstreckenflügen. Entsprechend der Zeitverschiebung muß sich der Biorhythmus des Körpers umstellen. Dies kann man beschleunigen, wenn man sich bewußt den neuen Tageszeiten anpaßt. Halten Sie trotz Müdigkeit bis zum Nachtschlaf durch. So vermeiden Sie Schlafstörungen, die zur wichtigsten Ursache von Spannungskopfschmerz und Übelkeit gehören.
Falls es trotz Vorsorge akut wird, sind die richtigen Medikamente im Ausland oft "Gold wert". Besonders, wenn es keine Apotheke vor Ort gibt oder Sprachbarrieren und mangelnde Produktkenntnis den Einkauf erschweren. Hier eine kurze Checkliste für's Packen: Persönliche Medikamente gegen Kopfschmerzen, Fieber- Übelkeit usw. Darüber hinaus sollten auch folgende Grundversorger immer mit "an Bord" sein: Ausreichend Wasser (Mineralwasser in Flaschen abgefüllt) Weiterführende Links:Gesundheitstipps zum Thema Reisen Detaillierte Impfempfehlungen und Reiseinformationen für alle Länder der Erde |
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